Samstag
20
Februar
2010

Kreativität & Talent

Sieben Milliarden Kreative und ich

Habe ich Talent? Bin ich kreativ? Mein Geschreibe oder Gekritzel, meine Fotos, mein Tanz, ist das originell? Oder ist es nur ein Abklatsch von irgendeinem Vorbild, dessen ich mir vielleicht nicht einmal bewusst bin? Wenn bei dir die akute Not des Überlebens nicht gerade alles andere dominiert, fragst auch du dich irgendwann mal im Leben: Bin ich kreativ, originell, ein Unikat – oder nur eine Kopie von irgendwas oder irgendwem?

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Mittwoch
3
Februar
2010

Was ist echt?

Wie wir uns verführen lassen

Schlimm, was man so alles mit Sprache anstellen kann: lügen, verleumden, einen Meineid begehen, einen Freund verraten, der dadurch seinen Feinden ausliefert wird. Andererseits können wir auch durch wahre Aussagen Menschen vor Gefahren schützen, zur Erkenntnis verhelfen, sie miteinander verbinden und Liebende zueinander führen.

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Sonntag
10
Januar
2010

Geheimnis?

Nein, das Gefäß ist das Entscheidende

Wenn in den »esoterischen Bravozeitschriften«, wie ein Freund von mir sie kürzlich nannte, von »Geheimnis« die Rede ist, dann ist damit das Geheimnis der Pyramiden, der Resonanz, der Polarität, des positiven Denkens oder das, was in »The Secret« steht gemeint, und in all den anderen Geheimnis-Büchern, also das übliche esoterische Geschwafel. Mich beschäftigt aber noch eine andere Art von »Geheimnis«.

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Dienstag
5
Januar
2010

»Die ganz große Tragödie«

Ist Identitätsverlust schlimmer als physische Sklaverei?

Es gibt heute circa 27 Millionen Sklaven, in absoluten Zahlen mehr als je in der Geschichte der Menschheit, sagt der US-amerikanische Journalist Benjamin Skinner, der vermutlich beste Kenner dieses Themas und der einzige, der je so lange darüber forschte: fünf Jahre lang. Im Interview aber sagte er etwas, das mich stutzig machte: Noch schlimmer als selbst die brutalste physische und psychische Sklaverei sei »die Zerstörung der Identität«.

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Dienstag
5
Januar
2010

Religiöses Pathos und Ernüchterung

Über das Leben zwischen den Stühlen

Aus dem religiösen Pathos überzugehen in echte Religiosität ist ungefähr so schwer wie aus der Verliebtheit zur echten Liebe. Es ist die Kunst der Landung nach dem Höhenflug. Wer die Landung nicht schafft, sondern abstürzt, endet nicht ernüchtert, sondern verbittert und leckt meist noch Jahre nach dem Absturz die dort erhaltenen Wunden.

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