Donnerstag
26
Februar 
2009

Alternative Heilweisen

Ein Kommentar

Wie spirituell sind die eigentlich?

Alternative Heilweisen und Spiritualität und werden oft als ungefähr dasselbe angesehen, mit fast identischen Zielgruppen: Wer an das eine glaubt, der glaubt auch an das andere. »Du machst doch eine spirituelle Zeitschrift, ja? Also glaubst du auch an Bachblüten, Homöopathie, Reiki, und so weiter«, vermutet man. Das gilt als selbstverständliche Konsequenz aus einer spirituellen oder ganzheitlichen Lebenshaltung (was, genau genommen, auch zwei paar Stiefel sind).

»Alternative« Heilweisen ist überhaupt ein komischer Begriff, finde ich. Wozu denn genau sollen diese Heilweisen eine Alternative sein? Zum Zahnarzt gehen diese Leute doch auch, und nach einem Unfall lassen sie sich von der Ambulanz abholen.

Anhänger der Alternativen Heilweisen sind Menschen, denen etwas weh tut und die das dann weghaben wollen, nicht anders als die Anhänger der Schulmedizin, nur mit dem Unterschied, dass sie die Ursachen überwiegend im Geistigen vermuten. Echte spirituelle Sucher – Sucher nach Transzendenz – müssten doch wissen, dass das Leiden mit dazu gehört. Wissen sie aber dann irgendwie doch nicht und wollen es jedenfalls nicht so haben. Deshalb befasst sich das Gros der so genannten spirituellen Zeitschriften vor allem mit Heilung, mit dem Anspruch: Der Schmerz soll weg! Die Kranheit soll weg, Gesundheit und ein langes Leben sollen her. Die meisten hören dort auch schon auf. So wie die alternativen Krebstherapien den Tod weghaben wollen – der aber kommt dann ja doch. Vielleicht, wenn alles gut geht, kommt er ein bisschen später, aber dann kommt er doch.

Schön, wenn bei diesen Therapien darauf hingewiesen wird, dass »Wir nicht nur Symptome kurieren, so wie die Schulmedizin, sondern tiefer gehen«. Und was ist da in der Tiefe? Geistige, spirituelle, systemische Ursachen. Na, gut. Aber auch die wollen wir dann doch lieber weg oder anders haben, so dass sie nicht mehr diese blöden Symptome produzieren.

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Ein Kommentar zu »Alternative Heilweisen«

  1. Wahrscheinlich möchte jeder dann seine Krankheit loswerden, wenn er die dahinter stehende Frage bzw. Anklage des Körpers nicht mehr braucht. Zuerst sollte man sein Problem mit Hilfe der Krankheitssymptome erkannt haben und die Ursache der Krankheit sollte einem bewußt geworden sein. Damit hat die Krankheit dann ihre Aufgabe erfüllt und die Symptome werden nicht mehr benötigt. Hilft man dem Körper, der Seele und dem Geist wieder zu gesunden, ist der Weg für neue Herausforderungen, Fragestellungen, Entwicklungsmöglichkeiten bzw. “Krankheiten” frei.

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