Archiv der Rubrik »Liebe und Beziehung«

Samstag
10
September
2011

Die Dinge

Vorbereitung auf den großen Abschied

Neulich habe ich, zusammen mit meinen Schwestern, die Wohnung meiner Eltern ausräumen müssen. Sie sind beide sehr alt geworden und kurz nacheinander gestorben. Wir nahmen die Dinge in die Hand, die sie in ihrem Leben um sich hatten.

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Donnerstag
23
Dezember
2010

Die Beerdigung meiner Mutter

Der soziale Abschied

Vorgestern haben wir meine Mutter beerdigt. Niemand auf der Welt kenne ich und kennt mich so lange wie sie. 58 Jahre + die neun Monate in ihrem Bauch sind eine lange Zeit. Dabei weiß ich gar nicht, ob ich sie je gekannt habe – oder sie mich. Nie weiß man, ob man jemanden kennt, nicht einmal die eigene Mutter, nicht einmal die eigenen Kinder.

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Samstag
31
Juli
2010

Blinde Flecken

Wie wird das Unbewusste bewusst?

Das mit dem Unbewussten ist so eine Sache: Über meine blinden Flecken kann ich nur sehr allgemein sprechen. Gewisse logische Überlegungen lassen mich vermuten, dass ich welche habe, kenne ich sie doch bei anderen recht gut. Bei mir aber finde ich keine – fände ich welche, wäre ich ja an der Stelle nicht mehr blind, sondern es wären einfach Flecken. Ja, Flecken, die habe ich. Ob die mich beschmutzen, dieses ethische Thema lasse ich jetzt mal beiseite und bleibe bei der Frage: Was ist mir bewusst?

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Sonntag
16
Mai
2010

Vom Ich zum Wir

Vom narzisstischen Ich der Babyboomer geht der Trend in den Psycho- und Spiri-Szenen zur Zeit gerade hin zum Wir, zur Gemeinschaft. Das ist an sich noch kein spiritueller Fortschritt. Dazu bräuchte es Transparenz: Das All muss durchscheinen durch das Wir, sonst ist das Wir nach der Illusion des Ich nur eine etwas größere und mächtigere Illusion. Und es braucht Ethik: Auch die Mafia und das Militär sind Gemeinschaften mit starkem Wir-Gefühl – es kommt halt immer darauf an, mit wem und was wir uns da verbinden.

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Dienstag
29
Dezember
2009

Vom Profanen zum Fan

Begeistert zu sein ist normal

Den religiös oder esoterisch Begeisterten misstrauen die Profanen. Meist verstehen sie sie einfach nicht. Dabei ist »Begeisterung« schon der erste Schritt auf dem Weg zur Religiosität.

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