Archiv der Rubrik »Literatur/Kunst«

Samstag
20
Februar
2010

Kreativität & Talent

Sieben Milliarden Kreative und ich

Habe ich Talent? Bin ich kreativ? Mein Geschreibe oder Gekritzel, meine Fotos, mein Tanz, ist das originell? Oder ist es nur ein Abklatsch von irgendeinem Vorbild, dessen ich mir vielleicht nicht einmal bewusst bin? Wenn bei dir die akute Not des Überlebens nicht gerade alles andere dominiert, fragst auch du dich irgendwann mal im Leben: Bin ich kreativ, originell, ein Unikat – oder nur eine Kopie von irgendwas oder irgendwem?

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Sonntag
27
Dezember
2009

Massentrancen

Und die Rolle der Außenseiter

In einer Stadt ist das Trinkwasser vergiftet. Alle, die davon trinken, werden verrückt, aber sie wissen es nicht, weil sie alle gleichzeitig verrückt werden. So zu sein, das ist ihre Normalität. Nur einer erkennt diese Verrücktheit, vielleicht, weil er von weit her gekommen ist und der einzige Fremde ist in der Stadt. Wie kann er den Bewohnern klar machen, dass sie verrückt sind? Er muss selbst von dem Wasser trinken, um einer von ihnen zu werden.

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Mittwoch
25
November
2009

Heimkehr zur Null

Warum Meditation und das Spiel des Narren uns gut tun

Die Entdeckung der Beobachtung meines Atems, vor 33 Jahren auf einer Weltreise, die mich auch nach Thailand geführt hatte, war für mich ein Durchbruch: In einem Vipassana-Kloster nahe der kambodschanischen Grenze erfuhr ich während eines Zwei-Wochen-Retreats, was auf den Körper und den Atem gerichtete Achtsamkeit bewirken können.

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Samstag
19
September
2009

Wandlungen

Geschichten können Häutungen sein, Geburten, und die erste Erzählung eine Defloration

Als ich 16 war, begann ich zu reisen. Immer allein und meistens trampend. Bis ich 20 war, hatte ich mir auf diese Weise große Teile Europas erschlossen. Nach der Rückkehr fragten mich meine Eltern: Wie war es? Erzähl doch mal! Mein Vater ließ mich reden, wann ich wollte, meine Mutter war drängender: Erzähl doch mal! Warum erzählst du denn nichts?

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Dienstag
28
Juli
2009

Zeit für was Neues

Nach den Spielregeln der seriellen Monogamie

Anfang Juli war im Zeitmagazin in Martensteins Kolumne Genaueres über die Regeln der Partnerwahl in Amerika zu lesen (zugleich auf Zeit online). Grad als wir unser Heft über Polyamorie fertig machten – das passt. Wie die Hand in den Handschuh. Oder eher: wie die Faust aufs Auge?

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