Vom Profanen zum Fan
Begeistert zu sein ist normal
Den religiös oder esoterisch Begeisterten misstrauen die Profanen. Meist verstehen sie sie einfach nicht. Dabei ist »Begeisterung« schon der erste Schritt auf dem Weg zur Religiosität.
Den religiös oder esoterisch Begeisterten misstrauen die Profanen. Meist verstehen sie sie einfach nicht. Dabei ist »Begeisterung« schon der erste Schritt auf dem Weg zur Religiosität.
In einer Stadt ist das Trinkwasser vergiftet. Alle, die davon trinken, werden verrückt, aber sie wissen es nicht, weil sie alle gleichzeitig verrückt werden. So zu sein, das ist ihre Normalität. Nur einer erkennt diese Verrücktheit, vielleicht, weil er von weit her gekommen ist und der einzige Fremde ist in der Stadt. Wie kann er den Bewohnern klar machen, dass sie verrückt sind? Er muss selbst von dem Wasser trinken, um einer von ihnen zu werden.
Weihnachtstag bei meiner Mutter. Ich fahre im Zug an meinem alten Gymnasium vorbei, wo ich 1971 Abitur gemacht habe. Damals galt ich als »hochbegabt«, umgangssprachlich als »Genie«. Was macht das mit einem? Erwächst daraus eine gesellschaftliche Rolle?
Nicht wenn er abhebt, sondern wenn der Pilot aufgesetzt hat, applaudieren sie, denn Abheben ist leicht. Die wirklich hohe Kunst bei der Steuerung eines Fluggeräts aber ist das Landen. So ist das auch mit den Höhenflügen in der Esoterik, Spiritualität und den Religionen.
Esoterische Romantiker fühlen sehr stark. Sie sind empathisch und darin allen überlegen, die noch im Kopf sind – so wie halt leider die meisten von uns, in dieser kopfgesteuerten Gesellschaft. Esoteriker spüren, wenn etwas im Kommen ist. Nun sind sie selbst es, die im Kommen sind!